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Aktuelle Meldungen aus dem Institut

Was ist Europa? Eine Spurensuche aus Sicht der Medizin - neuer ERC Synergy Grant für die Charité

Das Konstrukt Europa wird immer häufiger infrage gestellt. Was aber hält unsere Staatengemeinschaft zusammen? Ein europäisches Forschungsteam unter Leitung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin sieht in der gemeinsamen Sorge um die Gesundheit der Menschen einen Schlüsselfaktor, um diese Frage zu beantworten. Die Forschenden möchten im Rahmen ihres Projekts „Leviathan“ die Geschichte des Nachkriegs-Europas auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs beleuchten. Dafür erhalten sie vom Europäischen Forschungsrat (ERC) jetzt einen ERC Synergy Grant in Höhe von rund 10 Millionen Euro.

Zusammen mit dem Historiker Prof. Dr. Ulf Schmidt von der University of Kent (Großbritannien), der Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Judit Sándor von der Central European University (Ungarn) und der Anthropologin Prof. Dr. Anelia Kassabova von der Bulgarian Academy of Sciences (Bulgarien) möchte Prof. Volker Hess, Koordinator des Verbundprojektes, untersuchen, wie sich die Medizin und das Gesundheitswesen sowohl in Ost- als auch in Westeuropa zwischen 1945 und 1990 entwickelt haben. „Unser Ziel ist es, jenseits von ideologischen und ökonomischen Gegensätzen die Tradition des Gemeinwohls und der sozialen Verantwortung als eine zentrale Errungenschaft der Nachkriegszeit herauszuarbeiten“, sagt Prof. Hess. „So wollen wir zu einer gemeinschafts- und identitätsbildenden europäischen Geschichte beitragen, die sich der Angst vor Überfremdung und autoritären Tendenzen entgegenstellt.“

 


Forschungskolloquium „Außer der Reihe: Medizinhistorische Visiten“: Bevölkerung als Krisenfaktor, 28.10.2019

Wir laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung im Rahmen unseres Forschungskolloquiums „Außer der Reihe: Medizinhistorische Visiten“:

Bevölkerung als Krisenfaktor – Historische Reflexionen

am 28. Oktober 2019 von 14.15 Uhr bis 18.00 Uhr

im Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Thielallee 71, 14195 Berlin


Volk Gesundheit Staat - Ausstellung "Gesundheitsämter im Nationalsozialismus"

Hans Bergemann, Dr. Sabine Schleiermacher
Volk Gesundheit Staat - Gesundheitsämter im Nationalsozialismus
Berichte und Dokumente zur Zeitgeschichte 10
Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin/Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte. Berlin 2019

Die Wanderausstellung, präsentiert auf dem 69. Wissenschaftlichen Kongress des BVÖGD (04.-06.April 2019), basiert auf Ergebnissen aus dem Forschungsprojekt "Der Öffentliche Gesundheitsdienst in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Beispiele Thüringen und Württemberg"

"Alles unter einem Dach": 50 Jahre Klinikum Steglitz

Die Festschrift erinnert an die vergangenen 50 Jahre und stellt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Geschichte und Gegenwart des Campus Benjamin Franklin vor.

Andreas Jüttemann
"Alles unter einem Dach"
50 Jahre: Vom Klinikum Steglitz zum CampusBenjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Medizin
ISBN:  978-3-946438-04-5

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Flyer der Buchpräsentation
Erhältlich ab April am CharitéCampusBenjamin Franklin und im Buchhandel (14,95 EUR)

 


Proseminar "Medizinhistorische Dissertation"

Ein vorbereitendes Informationsgespräch zum nächsten  Proseminar „Medizinhistorische Dissertation“ findet am Mittwoch, den 24. April 2019 um 17.00 Uhr im Seminarraum unseres Institutsstatt (Thielallee 71, 14195 Berlin, Erdgeschoss).
Wir laden herzlich dazu ein und bitten um Anmeldung (stefanie.voth(at)charite.de).


Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "Auf Messers Schneide"

Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos" im Medizinhistorischen Museum der Charité
(mit einigen Vorträgen von Mitarbeitern des Instituts)


Bundesverdienstkreuz an Prof. Dr. phil. Gerhard Baader

Prof. Dr. phil. Gerhard Baader

Bereits am 14.9.2018 überreichte die Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat an Prof. Dr. Gerhard Baader (Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin) das Bundesverdienstkreuz. Er wird für sein Engagement für die Aufarbeitung der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus geehrt.

"Professor Baader war entscheidend daran beteiligt, die Ende der 70er Jahre in der bundesdeutschen Gesellschaft noch sehr kontroverse Auseinandersetzung mit der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus zum Thema des 1. Gesundheitstages zu machen und das Thema so in die akademische Lehre und Forschung hineingetragen. Daraus ist ein intensives und vor allem nachhaltiges akademisches wie außerakademisches Engagement erwachsen."
Aus der Pressemitteilung vom 14.9.2018 (https://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2018/pressemitteilung.739343.php

Gedenkbuch für verfolgte Ärzte und Ärztinnen im Öffentlichen Gesundheitswesen erschienen

Auf der Grundlage des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933 wurden jüdische und politisch missliebige Ärztinnen und Ärzte aus dem staatlichen und kommunalen Gesundheitswesen entfernt.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Historischen Kommission zu Berlin wurden von Susanne Doetz und Christoph Kopke die Schicksale der verfolgten Ärztinnen und Ärzte im städtischen Gesundheitswesen Berlins umfangreich recherchiert und in dem jetzt erschienenen Gedenkbuch „und dürfen das Krankenhaus nicht mehr betreten“. Der Ausschluss jüdischer und politisch unerwünschter Ärzte und Ärztinnen aus dem Berliner städtischen Gesundheitswesen 1933–1945 publiziert.

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