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Aktuelle Meldungen aus dem Institut

Neuererscheinung "Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland (1900-1939)"

Im Campus-Verlag ist der von Gundula Gahlen mitherausgegebene Band "Nerven und Krieg" erschienen.
Zum Inhalt:
In den deutschen Kriegsdebatten ging es seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auch um die Frage, welche Belastungen ein zukünftiger Krieg den Nerven der Bevölkerung abverlangen würde. Im Ersten Weltkrieg etablierten sich dann Nervenstärke und Nervenschwäche als häufig benutzte Kampfbegriffe; hinzu kam nun die massenhafte Erfahrung von psychischen Versehrungen und deren Behandlung. Dieser Band lotet das Verhältnis von Nerven und Krieg in der Vor- und Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs erstmals systematisch aus. Er richtet den Blick sowohl auf die zeitgenössischen Nervendiskurse wie auch auf individuelle wie gesellschaftliche psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen.

Gundula Gahlen, Ralf Gnosa, Oliver Janz (Hrsg.) , Nerven und Krieg. Psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen in Deutschland (1900-1939), Frankfurt a. M. 2020 (= Krieg und Konflikt 10), ISBN 978-3-593-44541-0


Wir trauern um Gerhard Baader

Prof. Dr. phil. Gerhard Baader

Am 14. Juni 2020 ist unser Kollege Prof. Dr. Gerhard Baader, Mitglied des Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin seit 1967, verstorben.

Wir möchten zunächst nur auf folgende Nachrufe hinweisen:

Der Spiegel

Jüdische Allgemeine

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemtismus e.V. 

Der Standard

ELES-Studienwerk

Andreas Wulf: Ein Leben lang gegen reduktionistische Medizin. Nachruf auf Prof. Gerhard Baader. In: Gesundheit braucht Politik, 2/2020 [Download]


Wintersemester 2020/21: "Methodenübung: Psychiatrische Krankenakten als historische Quellen"

© Historisches Psychiatrie- archiv der Charité, IGM

Ein Seminar mit den Dozent*innen Gundula Gahlen, Volker Hess und Henriette Voelker

Zeit: mittwochs 14-16 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 5.11.2020
Ort: Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Thielallee 71, 14195 Berlin, Seminarraum
SWS: 2


Bitte melden Sie sich bis zum 25.10.2020 per Mail an: stefanie.voth@charite.de

PDF zum Download


Forschungskolloquium „Außer der Reihe: Medizinhistorische Visiten“: Die Nervenklinik der Charité in der Ära Karl Leonhard 17.2.2020

Wir laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung im Rahmen unseres Forschungskolloquiums „Außer der Reihe: Medizinhistorische Visiten“:

Die Nervenklinik der Charité in der Ära Karl Leonhard

am 17. Februar 2020 von 14.15 Uhr bis 18.00 Uhr

im Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Thielallee 71, 14195 Berlin


Workshop „Thalidomide Past and Present" vom 2. bis 3. April 2020

 Vom 2. bis 3. April 2020 richtet Dr. Ludger Wimmelbücker den international ausgerichteten Workshop „Thalidomide Past and Present. Interdisciplinary Perspectives of Research“ im Rahmen seines Forschungsprojektes Geschichte des Arzneimittels Thalidomid (Contergan) aus:
Against the background of the world-wide use of drugs that have known or suspected toxic effects on the un-born, this workshop focuses on the current status of research on thalidomide as an active substance, in a number of different contexts and uses, from the mid-1950s to the present. The workshop will bring together researchers working on various aspects of the drug, and includes contributions from the fields of history, biochemistry, toxicology, human genetics, medical sciences, ethics, and journalism.
Programm


Proseminar "Medizinhistorische Dissertation"

Ein vorbereitendes Informationsgespräch zum nächsten  Proseminar „Medizinhistorische Dissertation“ findet am Dienstag, den 31. März 2020 um 17.30 Uhr im Seminarraum unseres Instituts statt (Thielallee 71, 14195 Berlin, Erdgeschoss).
Wir laden herzlich dazu ein und bitten um Anmeldung (stefanie.voth(at)charite.de).


Was ist Europa? Eine Spurensuche aus Sicht der Medizin - neuer ERC Synergy Grant für die Charité

Das Konstrukt Europa wird immer häufiger infrage gestellt. Was aber hält unsere Staatengemeinschaft zusammen? Ein europäisches Forschungsteam unter Leitung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin sieht in der gemeinsamen Sorge um die Gesundheit der Menschen einen Schlüsselfaktor, um diese Frage zu beantworten. Die Forschenden möchten im Rahmen ihres Projekts „Leviathan“ die Geschichte des Nachkriegs-Europas auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs beleuchten. Dafür erhalten sie vom Europäischen Forschungsrat (ERC) jetzt einen ERC Synergy Grant in Höhe von rund 10 Millionen Euro.

Zusammen mit dem Historiker Prof. Dr. Ulf Schmidt von der University of Kent (Großbritannien), der Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Judit Sándor von der Central European University (Ungarn) und der Anthropologin Prof. Dr. Anelia Kassabova von der Bulgarian Academy of Sciences (Bulgarien) möchte Prof. Volker Hess, Koordinator des Verbundprojektes, untersuchen, wie sich die Medizin und das Gesundheitswesen sowohl in Ost- als auch in Westeuropa zwischen 1945 und 1990 entwickelt haben. „Unser Ziel ist es, jenseits von ideologischen und ökonomischen Gegensätzen die Tradition des Gemeinwohls und der sozialen Verantwortung als eine zentrale Errungenschaft der Nachkriegszeit herauszuarbeiten“, sagt Prof. Hess. „So wollen wir zu einer gemeinschafts- und identitätsbildenden europäischen Geschichte beitragen, die sich der Angst vor Überfremdung und autoritären Tendenzen entgegenstellt.“


Volk Gesundheit Staat - Ausstellung "Gesundheitsämter im Nationalsozialismus"

Hans Bergemann, Dr. Sabine Schleiermacher
Volk Gesundheit Staat - Gesundheitsämter im Nationalsozialismus
Berichte und Dokumente zur Zeitgeschichte 10
Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin/Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte. Berlin 2019

Die Wanderausstellung, präsentiert auf dem 69. Wissenschaftlichen Kongress des BVÖGD (04.-06.April 2019), basiert auf Ergebnissen aus dem Forschungsprojekt "Der Öffentliche Gesundheitsdienst in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Beispiele Thüringen und Württemberg"


"Alles unter einem Dach": 50 Jahre Klinikum Steglitz

Die Festschrift erinnert an die vergangenen 50 Jahre und stellt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Geschichte und Gegenwart des Campus Benjamin Franklin vor.

Andreas Jüttemann
"Alles unter einem Dach"
50 Jahre: Vom Klinikum Steglitz zum Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Medizin
ISBN:  978-3-946438-04-5

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Flyer der Buchpräsentation
Erhältlich ab April am Charité Campus Benjamin Franklin und im Buchhandel (14,95 EUR)


Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "Auf Messers Schneide"

Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos" im Medizinhistorischen Museum der Charité
(mit einigen Vorträgen von Mitarbeitern des Instituts)


Bundesverdienstkreuz an Prof. Dr. phil. Gerhard Baader

Prof. Dr. phil. Gerhard Baader

Bereits am 14.9.2018 überreichte die Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat an Prof. Dr. Gerhard Baader (Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin) das Bundesverdienstkreuz. Er wird für sein Engagement für die Aufarbeitung der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus geehrt.

"Professor Baader war entscheidend daran beteiligt, die Ende der 70er Jahre in der bundesdeutschen Gesellschaft noch sehr kontroverse Auseinandersetzung mit der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus zum Thema des 1. Gesundheitstages zu machen und das Thema so in die akademische Lehre und Forschung hineingetragen. Daraus ist ein intensives und vor allem nachhaltiges akademisches wie außerakademisches Engagement erwachsen."
Aus der Pressemitteilung vom 14.9.2018 (https://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2018/pressemitteilung.739343.php


Gedenkbuch für verfolgte Ärzte und Ärztinnen im Öffentlichen Gesundheitswesen erschienen

Auf der Grundlage des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933 wurden jüdische und politisch missliebige Ärztinnen und Ärzte aus dem staatlichen und kommunalen Gesundheitswesen entfernt.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Historischen Kommission zu Berlin wurden von Susanne Doetz und Christoph Kopke die Schicksale der verfolgten Ärztinnen und Ärzte im städtischen Gesundheitswesen Berlins umfangreich recherchiert und in dem jetzt erschienenen Gedenkbuch „und dürfen das Krankenhaus nicht mehr betreten“. Der Ausschluss jüdischer und politisch unerwünschter Ärzte und Ärztinnen aus dem Berliner städtischen Gesundheitswesen 1933–1945 publiziert.

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