Grundlagen ärztlichen Denkens und Handelns (GÄDH)

  • ethische Fragen diskutieren
  • ärztliches Wissenschaftsverständnis reflektieren
  • Medizin und Gesundheitswesen im gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachten
  • eigene Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit bzw. Kranksein erweitern

 

 

 

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Prinzipien von GÄDH

Aufgabe des Lehrangebots GÄDH ist es, die am Konzept der Naturwissenschaften orientierte klinische und theoretische Ausbildung durch geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Aspekte exemplarisch zu fundieren und zu erweitern. GÄDH bietet die Gelegenheit, das Argumentieren zu lernen und zu üben sowie sich durch Recherche und Abwägung eine fundierte Meinung zu bilden.

GÄDH vermittelt das Verständnis,

  • dass Medizin und Gesundheitswesen stets auch Teil gesamtgesellschaftlicher Prozesse sind,
  • dass das naturwissenschaftliche Konzept der Medizin nur einen begrenzten Zugang zu Krankheit und Heilung ermöglicht und
  • dass ärztliche Wissensstandards, Handlungsmaximen und Werthaltungen einem beständigen Wandlungsprozess unterworfen sind.

Themenbereiche von GÄDH

Das Lehrangebot GÄDH orientiert sich nicht an der Systematik der traditionellen medizinischen Disziplinen und ihrer Basiswissenschaften. Es soll vielmehr zu disziplinübergreifender Reflexion anregen und dazu beitragen, problembezogen verschiedene Denk- und Handlungskonzepte entwickeln zu können. Hieraus ergeben sich folgende Themenbereiche:

  • die Bedeutung kultureller, (psycho-)sozialer und geschlechtsspezifischer Faktoren für Krankheit und Gesundheit, für die Rolle von Arzt und Patient sowie für die ärztliche Wissenschaft und Praxis
  •  die Wechselwirkungen zwischen medizinischem Wissen und Können einerseits und ethischen und rechtlichen Grundwerten andererseits
  • die Grundstrukturen und Grenzen des naturwissenschaftlichen Denkmodells und anderer medizinischer Konzepte; die Bedeutung wichtiger Grundbegriffe ärztlichen Denkens und Handelns (z.B. Diagnose, Krankheit, Gesundheit, Leben, Tod)
  • die Grundstrukturen und Grenzen des naturwissenschaftlichen Denkmodells

Ziele von GÄDH

Die Studierenden sollen unter anderem:

  • ihr eigenes Wissenschaftsverständnis reflektieren lernen.
  • für die Veränderungen des historischen und gesellschaftlichen Kontextes, des wissenschaftstheoretischen Verständnisses, der moralischen Überzeugungen in der Medizin sensibilisiert werden
  • ethische und philosophische Grundlagen des ärztlichen Denkens und Handelns kennen und reflektieren lernen
  • zu einem sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven auf Gesundheit, Krankheit und Kranksein befähigt werden

Es ist angesichts der Bedeutung der Grundlagen ärztlichen Denkens und Handelns evident, dass die angebotenen Lehrveranstaltungen nicht alle Inhalte behandeln können.

Die Steuerungsgruppe: Volker Hess, Pascal Grosse, Friederike Kendel, Laura König (Stud.)

Bei Fragen zum Modul GÄDH:

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Für Lehrkräfte: GÄDH-Lehrangebot als Vorschlag und Blanko-Formular