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Prof. Dr. Mag. theol. Sabine Schleiermacher

wiss. Mitarbeiterin

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Thielallee 71
14195 Berlin

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Expertise

Sabine Schleiermacher ist Medizin- und Wissenschaftshistorikerin, Theologin und Leiterin des Forschungsschwerpunktes Zeitgeschichte, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie forscht zu Fragen des Sozialen und der Ethik in der Medizin, Strukturen und Institutionen gesundheitlicher Versorgung in unterschiedlichen historischen Kontexten (Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR und BRD), insbesondere in vergleichender Perspektive und in Prozessen der Transformation (Charité), sowie zu Leitideen in Medizin und medizinischer Ausbildung. Zu den Forschungsfeldern gehören auch die Wissenschaftsgeschichte („Pseudowissenschaft“, Geomedizin, „Generalplan Ost“) sowie Geschlechtergeschichte (Ärztinnen), Bevölkerungspolitik und die Geschichte des Öffentlichen Gesundheitswesens und ihrer Akteure (Amtsärzte, Zwangsarbeit, Eugenik/Rassenhygiene, Umgang mit Infektionskrankheiten).

 Aktuelle Forschungsprojekte

  • Der Öffentliche Gesundheitsdienst in der Zeit des Nationalsozialismus (BVÖGD/BMG)
  • Shaping demographies. Der Statistiker, Ökonom und Demograph Robert René Kuczynski in Deutschland, den USA und Großbritannien (1890er bis 1950er Jahre) (DFG)
  • Der Einfluss der Rockefeller Foundation auf die Reorganisation des Gesundheitswesens und die Medizinischen Fakultäten in der Bundesrepublik nach 1945 (Rockefeller Archive Center/Tarrytown, USA)
  • Transformation des Gesundheitswesens in Ost- und Westdeutschland nach 1945 und 1990/91

Forschungsschwerpunkte

  • Medizin- und Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert sowie Ethik in der Medizin
  • Bevölkerungswissenschaft und -politik seit Ende des Kaiserreichs
  • Leitideen in Universitätsmedizin und Gesundheitswesen im 20. Jahrhundert
  • Hochschul- und Wissenschaftspolitik im Nationalsozialismus, in BRD und DDR
  • Strukturen des Gesundheitswesens in Weimarer Republik, Nationalsozialismus, BRD und DDR in vergleichender Perspektive
  • Public Health in Ost- und Westdeutschland seit 1945
  • Kriegsgeschädigte im Nachkriegsdeutschland

Kooperationen

  • Europäische Wissens- und Kommunikationsgeschichte der Moderne, Historisches Seminar, Philosophische Fakultät, Universität Siegen

Mitgliedschaften

  • Wissenschaftlicher Beirat der vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Parallelprojekte Kontinuitäten und Neuanfang nach dem Nationalsozialismus: Das Bundesministerium für Gesundheitswesen (IfZ); das Ministerium für Gesundheitswesen der DDR (ZZF)
  • Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik e.V. (GWMT)
  • Fachverband Medizingeschichte
  • Vertrauensdozentin der Hans-Boeckler-Stiftung (HBS)

Ausgewählte Publikationen

Schleiermacher, S. (2022) Kriegsgeschädigte und europäische Nachkriegsgesellschaften im 20. Jahrhundert. Krieg in der Geschichte, Bd. 117. Paderborn: Schöningh Verlag, Dezember 2022 (hrsg. mit Noyan Dinçkal).

Schleiermacher, S. (2021) Die Transformation des DDR-Gesundheitswesens: historische Voraussetzungen, Akteure und Interessen. Ilko-Sascha Kowalczuk, Frank Ebert, Holger Kulick (Hrsg.), (Ost)Deutschlands Weg, Teil I. Berlin/Bonn 2021, 477-506.

Schleiermacher, S. (2021) Zirkulation von Wissen in Zeiten des Umbruchs. Neuorientierung im Gesundheitswesen? In: Kirsten Heinsohn, Rainer Nicolaysen (Hrsg.), Belastete Beziehungen. Studien zur Wirkung von Exil und Remigration auf die Wissenschaften in Deutschland nach 1945. Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte Bd. 27. Göttingen 2021, 330-357.

Schleiermacher, S.(2021) Die Charité im Gefüge des „Dritten Reichs“. Personen und Netzwerk in nationalsozialistischer Forschungs- und Gesundheitspolitik. In: Jalid Sehouli, Matthias David (Hrsg.), Schuld, Tradition, Verantwortung. Die universitäre Frauenheilkunde in Berlin während des Nationalsozialismus. Berlin-Brandenburg 2021, 15-35.

Schleiermacher, S. (2019) “Importance of Germany to Countries around and to World Economy makes it impossible to ignore” – The Rockefeller Foundation and Public Health in Germany after WWII. Business History 61 (2019) 3, 481-497.

Schleiermacher, S. (2017) Restauration von Männlichkeit? Zum Umgang mit Kriegsgeschädigten in der frühen Bundesrepublik. In: Bernhard Gotto, Elke Seefried (Hrsg.), Männer mit "Makel". Männlichkeiten und gesellschaftlicher Wandel in der frühen Bundesrepublik. Zeitgeschichte im Gespräch. (Band: 25). Göttingen 2017, S. 24-36.

Schleiermacher, S. (2017) Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit. Aufgaben, Verantwortung, Neuorientierung. In: Michael Busch, Stefan Kroll, Malgorzata Anna Maksymiak (Hrsg.) Hippokratische Grenzgänge – Ausflüge in kultur- und medizingeschichtliche Wissensfelder. Hamburg 2017, S. 231-252.


Lebenslauf Prof. Dr. Mag. theol. Sabine Schleiermacher

Studium der Theologie in Hamburg und Heidelberg, Magistra Theologiae Universität Hamburg, Promotion Dr. rer. medic. FU-Berlin, Habilitation an der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) für das Fach Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin. Seit 1999 wiss. Mitarbeiterin und seit 2004 Leiterin der Forschungsstelle Zeitgeschichte der Medizin, umbenannt in Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Biowissenschaften/Biomedizin im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik in der DDR und der Bundesrepublik in den sechziger und siebziger Jahren
Wissenschaftlicher Anspruch und staatliches Interesse. Die Hochschulmedizin an der Charité im Wechsel staatlicher Systeme 1933 und 1945
Ernährungsforschung und Staat - Kontinuitäten und Brüche 1933-1964
FEeL-Fallbasierter Ethikunterricht unter Verwendung von eLearning im Reformstudiengang Medizin



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