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Univ.-Prof. Dr. Birgit Nemec

Professur für Geschichte der Medizin

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Thielallee 71
14195 Berlin

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Expertise

Birgit Nemec ist seit 2021 Professorin für Geschichte der Medizin am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité. In ihrer Forschung und Lehre interessiert sie sich insbesondere für die Rolle von Patient:innen und Aktivist:innen in der Aushandlung von Wissen und Praktiken in der neueren Geschichte von Schwangerschaft und Reproduktion. Methodisch befasst sie sich zudem mit inklusiven Formaten der Forschungszusammenarbeit, insbesondere mit Patient:innen und Betroffenen Gruppen. Ein zweiter Fokus ihrer Forschung und Lehre liegt auf materiellen und visuellen Kulturen der Wissenschaften, der Geschichte Urbaner Räume und Gedächtnispolitik. Ihr erstes Buch, Norm und Reform. Anatomische Körperbilder in Wien um 1925, erschien 2020 bei Wallstein. Sie ist Mitglied der Jungen Akademie der Wissenschaften.

Aktuelle Forschungsprojekte

Birgit Nemec ist derzeit (Co-)Leiterin/PI von zwei Forschungsprojekten. Risky hormones, pregnant patients and the contested science of birth defects: the rise and fall of hormone pregnancy tests in the FRG and UK, 1950-81 hat die Aufarbeitung der transnationalen Geschichte hormoneller Schwangerschaftstests, gemeinsam mit Betroffenen Gruppen, zum Gegenstand. Risikokinder. Eine Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte von Schwangerschaft und Reproduktion untersucht den Wandel von Risiko Konzepten und damit verbundenen Praktiken der Prävention im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Reproduktion in der Bundesrepublik, einschließlich der Perspektive von Migrant:innen und Aktivist:innen. 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte von Schwangerschaft und Reproduktionsmedizin
  • Geschichte neuer sozialer Bewegungen und Patient:innen Aktivismus
  • Geschichte von Umwelt, Gesundheit und angeborenen Fehlbildungen
  • Geschichte der Humangenetik, genetischen Beratung und genetischen Diagnostik
  • Geschichte von Sammlungen, Bildern und Objekten in Medizin und Wissenschaften
  • Politiken des Wissens; Stadt und Gedächtnispolitik

Ausgewählte Publikationen

Dron, H und Nemec, B (2021) The Environments of Reproductive and Birth Defects Research in the U.S. and West Germany (c. 1955–1965). Studies in History and Philosophy of Science – accepted.

Nemec, B und Olszynko-Gryn, J. (2021) Schering’s Duogynon and the Post-Thalidomide Debate Over Iatrogenic Birth Defects in West Germany. Reproductive Biomedicine and Society Online, https://doi.org/10.1016/j.rbms.2021.09.003.

Nemec, B: Norm und Reform. Anatomische Körperbilder in Wien um 1925. Wallstein 2020.

Bäumel, Sonja, Hanne L.P. Tytgat, Birgit Nemec, et.al. (2018) Fifty Percent Human – How art brings us in touch with our microbial co-habitants. In: Microbial Biotechnology 11 (4), S 571–574.

Nemec, B. und Zimmer, F. (2019) Wie aus Umweltforschung die genetische Pränataldiagnostik entstand. NTM 1/2019, https://doi.org/10.1007/s00048-019-00207-w.

Nemec, B (2020) Unerledigte Anliegen, Replik: Alarm. Cache 01: Gegen-Wissen (Herausgegeben von Nils Güttler, Niki Rhyner, Max Stadler), Zürich, Intercom, V/104–105.

Nemec, B./Moser, G. (2017) Counselling, Risk and Prevention in Human Genetic Early Diagnosis in the Federal Republic of Germany. In: Petermann/Harper/Friedman/Doetz (Hg.), History of Genetic Counselling, Heidelberg: Springer.

Nemec, B. (2015) Anatomical modernity in Red Vienna. Julius Tandler’s textbook for systematic anatomy and the politics of visual milieus. In: Sudhoffs Archiv 1/2015, S 44–71.

     


Lebenslauf Univ.-Prof. Dr. Birgit Nemec

Birgit Nemec studierte Geschichte und Cultural Studies in Wien und Rom und war Stipendiatin im Graduiertenprogramm 'The sciences in historical, cultural and philosophical contexts' der Universität Wien sowie Forschungsstipendiatin und Lehrbeauftragte an der Medizinischen Universität Wien. Längere Gastforschungsaufenthalte verbrachte sie am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, am Department for History and Philosophy of Science der Universität Cambridge und am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der Humboldt Universität Berlin. Von 2014 bis 2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg und Stipendiatin im Brigitte-Schlieben-Lange-Programm. Im April 2021 folgte sie dem Ruf als Professorin für Geschichte der Medizin an die Charité. Seit 2020 ist sie Mitglieder der Jungen Akademie der Wissenschaften.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen
I: in der Geschichte der Reproduktion,
II: in der Geschichte von Sammlungen, Bildern und Objekten, und
III: in der Geschichte von Politiken des Wissens.
In ihrem ersten Buch (Norm und Reform, Wallstein 2020), untersucht sie die Rolle anatomischer Körperbilder in Kämpfen um Hegemonie, körperliche Norm und gesellschaftliche Reform um 1925. Aktuell interessiert sie sich für die Rolle von Patient/-innen und Aktivist/-innen in der Aushandlung von Wissen, Konzepten und Praktiken in der Neuen Geschichte der Reproduktion. Sie ist Leiterin (PI) der BMBF/DLR-Forschungsgruppe „Risikokinder. Eine Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte der Schwangerschaft und Reproduktion“. Gemeinsam mit Jesse Olszynko-Gryn (Glasgow) leitet sie das DFG/AHRC Verbundprojekt „Risky Hormones, Pregnant Patients and the Contested Science of Birth Defects: The rise and fall of hormone pregnancy tests, 1950-1980s“.



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