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Dr. Oliver Falk

wiss. Mitarbeiter

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Thielallee 71
14195 Berlin

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Expertise

Oliver Falk arbeitet seit 2021 erneut als wissenschaftlicher Mitarbeiter am medizinhistorischen Institut der Charité. Derzeit ist er Mitglied in der DFG-Forschungsgruppe „Normal#Verrückt. Zeitgeschichte einer erodierenden Differenz“, in deren Rahmen er das Teilprojekt „Berlin auf Droge. Heroinkonsum in der Mauerstadt zwischen Psychiatriereform und AIDS-Phobie in den 1970er- und 1980er-Jahren“ bearbeitet. In seinen bisherigen Forschungen hat sich Oliver Falk insbesondere mit der der Geschichte der Diabetestherapie Anfang des 20. Jahrhunderts, den epistemologischen Effekten alltäglichen therapeutischen Handelns sowie der Rolle von Patient:innen bei der Entstehung medizinischen Wissens befasst.

Aktuelles Forschungsprojekt

In seinem aktuellen Forschungsprojekt „Berlin auf Droge“ sollen jene Phänomene identifiziert und analysiert werden, die die gesellschaftliche Sicht auf das Heroinproblem und den Umgang mit Heroinkonsumenten in den 1970er und 1980er Jahren bestimmten. Dabei wird der Einschätzung Rechnung getragen, dass substanzbezogene Sucht nicht allein als pathophysiologische Tatsache aufzufassen ist, sondern dass darüber hinaus Definitionsprozesse und interessegeleitete Politik rechtliche, soziale und auch medizinische Spannungsfelder erzeugen und bestimmen. Als maßgebliche Einflussfaktoren sollen in diesem Zusammenhang die mit der „Psychiatrie-Enquete“ sowie die mit dem Aufkommen von HIV/AIDS verbundenen innerpsychiatrischen, wie auch gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen mit in die Analyse einbezogen werden, da beide Phänomene, so die These, wesentlich zu einer „erodierenden Differenz von verrückt und normal“ beitrugen.

Forschungsschwerpunkte

  • Patientengeschichte des 20. Jahrhunderts
  • Epistemologie ärztlicher Praktiken und Selbstbehandlungsroutinen von Patient:innen
  • Geschichte und Soziologie außerklinischen Krankheits- und Therapiemanagements
  • Geschichte chronischer Krankheiten (insbesondere Diabetes) und deren Epidemiologie
  • Wirkstoffgeschichte
  • Zeitgeschichte der Psychiatrie

Ausgewählte Publikationen

Falk. O.: Diabetes. Eine Wissensgeschichte der modernen Medizin, 1900 – 1960. Wallstein Verlag, Göttingen 2023. (Im Druck).

Falk. O.: “Typewriting Medicine” - Bürotechnologische Innovationen und klinische Verwaltung am Beispiel der Charité Berlin, 1890-1932. In: Administory. Zeitschrift für Verwaltungsgeschichte 6, 1 (2022), S. 111-130.

Hüntelmann, Axel C.; Falk, O.: Accounting for Health. Introduction. In: Dies. (Hrsg.): Accounting for Health. Calculation, paperwork and medicine, 1500-2000. (Manchester University Press) 2021.


Lebenslauf Dr. Oliver Falk

Oliver Falk ist promovierter Historiker und war nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin zwischen 2013 und 2017 als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des ERC Forschungsprojekts Wege des ärztlichen Wissens: How Physicians Know" tätig.

Zwischen September 2017 und Dezember 2020 folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Medizingeschichte, Institut für biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich.

Im Januar 2021 Abschluss seiner Dissertation „'Explorers of uncharted seas' – Ärzte, Patienten und medizinisches Wissen am Beispiel der Diabetestherapie 1900-1960" mit summa cum laude.

Zwischen Januar 2021 und September 2021 Mitarbeit im Forschungsprojekt "Arzneimittelprüfungen" der von der Fa. Merck vertriebenen Präparate Decentan® und Encephabol® in den 1950er bis 1970er Jahre.

Derzeit ist er Mitglied der DFG-Forschungsgruppe „Normal#Verrückt. Zeitgeschichte einer erodierenden Differenz“, in deren Rahmen er am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin das Teilprojekt „Berlin auf Droge. Heroinkonsum in der Mauerstadt zwischen Psychiatriereform und AIDS-Phobie in den 1970er- und 1980er-Jahren“ bearbeitet.



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