Johannes Kassar

Johannes Kassar

wiss. Mitarbeiter

Charité - Universitätsmedizin Berlin

CBF: Campus Benjamin Franklin

Charité Centrum Human- und Gesundheitswissenschaften CC 1

Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin

Postadresse:

Thielallee 71

14195 Berlin

t: +49 30 450 529 047

f: +49 30 450 529 901

Lebenslauf

Johannes Kassar ist seit Mitte September 2013 Mitarbeiter im DFG-Projekt „Kulturen des Wahnsinns“. Er studierte Geschichte und Kulturwissenschaften in Graz und Wien. Von 2010 bis 2013 war er Stipendiat am Graduiertenkolleg “Das Reale in der Kultur der Moderne“ an der Universität Konstanz (Sprecher: Albrecht Koschorke). Seit 2012 ist er assoziiertes Mitglied des Pro-Doc „Das unsichere Wissen in der Literatur. Natur, Recht, Ästhetik. Forschungsmodul: Recht, Forensik und Literatur“ am Département de langue et de littérature allmande, Université de Genève. 

Aktuell schreibt  Kassar seine Dissertation zur Wissenschaftsgeschichte dissoziativer Seelenstörungen an der Universität Konstanz (Supervisors: Bernhard Kleeberg and Peter Berz) und wird ab März 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im ERC-Forschungsprojekt „Ways of writing. How Physicians know, 1550-1950“ des Instituts für Geschichte der Medizin tätig sein. 

Sein Forschungsthema wird die "Historische Epistemologie der Psychiatrie. Experimentieren, Beobachten und Schreiben in der Berliner forensischen und klinischen Psychiatrie (1890-1920)" sein.

Vorträge + Publikationen (Auswahl)

Herausgeberschaften

Zusammen mit Sophie Ledebur,  Rainer Herrn, Alexander Friedland, Special Issue: Thmenheft "Bühnen des Wahnsinns. Inszenierungen psychischer Alterität". Berichte zur Wissenschaftsgeschichte (37) 2014

Publikationen

Urbane Spielwiese und multifunktionale Stadtlandschaft. Für eine praxisorientierte Lektüre des Denkmals für die ermordeten Juden in Berlin. In: Dieter A. Binder, Eduard Staudinger, Helmut Konrad (Hg.): Die Erzählung der Landschaft, Wien 2010, S. 177-195.

Die Zitterkurve und der Dämmerzustand. Zur Kategorie der verteilten Handlungsmacht. In: Elisabeth Fritz, Rita Rieger, Nils Kasper, Stefan Köchel (Hg.): Kategorien zwischen Denkform, Analysewerkzeug und historischem Diskurs, Heidelberg 2012, S. 277-292

Zusammen mit Sophie Ledebur,  Rainer Herrn, Alexander Friedland:  Einleitung: Bühnen des Wahnsinns. Inszenierungen psychischer Alterität. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte (37) 2014, S. 303-308.

Ein Fall, zwei Affen, zwei Seelen. Über die psychiatrische Formatierung eines infamen Lebens. In: Cornelius Borck, Armin Schäfer (Hg.): Das psychiatrische Aufschreibesystem. Notieren, Ordnen, Schreiben in der Psychiatrie. Paderborn 2015, S. 95-118

Der transitorische Wahnsinn. Zur Genealogie des epileptischen Dämmerzustandes (1867-1876). In: Beate Binder, Cornelius Borck, Volker Hess (Hg.): Wahnsinnsgefüge. Routinen, Störungen und urbane Räume, 1870-1930 (erscheint 2015 als Bd. 3 der Reihe „Kulturen des Wahnsinns [1870-1930]“ beim Böhlau Verlag, Wien)

Ausgewählte Vorträge 

Zur Ästhetik des Verschwindens. Der Wiener Prater als paradigmatischer Ort der Moderne. Vortrag im Rahmen des Jour Fixe der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, Österreichische Akademie der Wissenschaften, März 2009

Körper-Rauschen-Dysfunktionalität. Eine Lektüre von Stefan Zweigs Phantastische Nacht. Vortrag im Rahmen des Workshops Culture Lab – Perspektiven der Kulturwissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz, Juni 2009

Scenes of Interruption. Transformationslogiken der Figur der Störung am Beispiel der Epilepsie. Vortrag im Rahmen der Konferenz „Transformationen/Translationen des Wissens“ am IFK und der ÖAW, November 2010

Tanzende Frösche und Zitterkurven. Einige Überlegungen zum historischen Apriori von Operationsketten. Vortrag im Rahmen der Tagung „Kategorien zwischen Denkform, Analysewerkzeug und historischem Diskurs“, Universität Graz, Mai 2011

Ästhetik der Prävention. Zur Genealogie des Zitterkurven-Dispositivs. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung des Driburger Kreises in Stuttgart, Thema: Norm, Normalität, Normalisierung, September 2011

 Zu Aufzeichnungsapparaturen und ihrem Verhältnis zur neovitalistischen Bewegung. Vortrag im Rahmen des Transatlantischen Seminars „Vorformen des Sinns. Das Feld der natürlichen Zeichen“, University of Chicago, April 2012

Einführungsvortrag zur Tagung „Das Rauschen der Tiefen. Transferprozesse zwischen Wissenschaft und Künsten um 1800“ Tagung des Graduiertenkollegs. Das Reale in der Kultur der Moderne, Universität Konstanz, Februar 2013

Zustandsbild und Verlauf. "Einige Überlegungen zur psychiatrischen Formatierung des Einzelfalls im 19. Jahrhundert." Bild-Beispiele. Zu einer pikturalen Logik des Exemplarischen, April 2015

Kontakt

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