Dr. Ludger Wimmelbücker

Dr. Ludger Wimmelbücker

Wimmelbücker

wiss. Mitarbeiter

Charité - Universitätsmedizin Berlin

CBF: Campus Benjamin Franklin

Charité Centrum Human- und Gesundheitswissenschaften CC 1

Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin

Postadresse:

Thielallee 71

14195 Berlin

Nach dem Abschluss seines Studiums der Geschichte, Germanistik und Pädagogik promovierte Ludger Wimmelbücker im Jahr 2000 in moderner Geschichte. Für seine Dissertation, die die Veränderung der Lebensbedingungen in der Kilimanjaro-Region (Tansania) vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Übergang von der deutschen zur britischen Kolonialzeit behandelt, erhielt er den Walter-Markov Preis. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 520 „Umbrüche in afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung“ arbeitete er von 1999 bis 2003 in einen Projekt zur sansibarischen Revolution von 1964.  Danach hat er sich weiterhin mit verschiedenen Aspekten der afrikanischen Geschichte und Kultur befasst. 2009 erschien seine Biographie eines afrikanischen Sprachlehrers, der am Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin und am Kolonialinstitut in Hamburg tätig gewesen ist.

Dr. Wimmelbücker forscht seit 2010 zur globalen Verbreitung des Arzneimittels Thalidomid (Contergan) und den dadurch verursachten Geburtsschäden in den 1950er und 60er Jahren. Seit 2014 setzt er diese Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin fort. Seine derzeitigen Forschungsinteressen erstrecken sich auf das genannte Thema sowie weitergehende Aspekte, die damit in Zusammenhang stehen.

Publikationen

Bücher

  • Mtoro bin Mwinyi Bakari (c.1869-1927) – Swahili lecturer and author in Germany. Dar es Salaam, 2009.
  • Kilimanjaro – A Regional History. Volume 1: Production and Living Conditions, c.1800-1920. Münster. Hamburg, 2002.
  • Hrsg. zusammen mit Sauda Barwani, Regina Feindt, Ludwig Gerhardt und Leonhard Harding: Unser Leben vor der Revolution und danach – Maisha yetu kabla ya mapinduzi na badaaye. Autobiographische Dokumentartexte sansibarischer Zeitzeugen. Köln, 2003.

Ausgewählte Artikel

  • Architecture and city planning projects of the Germen Democratic Republic in Zanzibar. In: The Journal of Architecture, 17/3 (June 2012), Special Issue: Cold War Transfer: architecture and planning from socialist countries in the ‘Third World’. Ed. by Lucasz Stanek and Tom Avermaete, 407-432
  • Local Memories of Famines. In: Culture, Environment, History: Landscapes of Inhabitation in the Mount Kilimanjaro Area. Essays in Honour of Paramount Chief Thomas Lenana Mlanga Marealle II (1915-2007). Ed. by Timothy A. R. Clack. Oxford, 2009, 171-193
  • Der Bericht des Mzee bin Ramadhani über den Maji-Maji-Krieg im Bezirk Songea: Swahili-Text und zeitgenössische deutsche Übersetzung mit einem einführenden Kommentar. In: Swahili Forum, 12 (2005), 173-203
  • Verbrannte Erde: Zu den Bevölkerungsverlusten als Folge des Maji-Maji-Krieges. In: Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905-1907. Hrsg. von Felicitas Becker und Jigal Beez. Berlin, 2005, 87-99

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