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„Risikokinder“. Eine Wissenschafts- und Gesellschaftsgeschichte der Schwangerschaft und Reproduktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

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"Risikokinder"

Im Kontext von Schwangerschaft und reproduktiver Gesundheit ist der Begriff des "Risikos" heute allgegenwärtig. Schädliche Umwelteinflüsse oder genetische Anomalien sind nur einige Beispiele solcher "Risiken", welchen mit spezifischen Strukturen der Gesundheitsvorsorge und Produkten zur Risikominderung entgegengetreten werden soll.

In den Debatten sind medizinische Entwicklungen eng verwoben mit ethischen Debatten. Aus diesem Grund ist das Konzept des Risikos ein produktives Forschungsfeld einer Wissenschafts- sowie Gesellschaftsgeschichte. Das Projekt erforscht hierbei Auffassungen von Risiken in der Reproduktion sowie daran geknüpfte Vorstellungen der Prävention, wie sie sich in der Bundesrepublik von den 1950er bis 1990er Jahren veränderten.

In diesem Rahmen werden Quellen in Bezug auf unterschiedliche soziale Gruppen, wie  medizinische Expert:innen, Lobbying-Einrichtungen oder Betroffene historisch-kritisch analysiert. Parallel wird ein "Virtuelles Archiv von Quellen zur Reproduktiven Gesundheit" gebildet.

Ziel des Projekts ist es zu zeigen, auf welchen unterschiedlichen Wegen das Konzept des Risikos Wissenschaft, klinische Praxis, rechtliche Richtlinien und individuelle Einstellungen zu Schwangerschaft und Reproduktion veränderte. Die Rekonstruktion dieses Wandels weist auf das Potential der Medizingeschichte hin, eine fundierte Orientierung in gesellschaftsrelevanten Fragen zu liefern.

Projektinfos

Förderung: BMBF / DLR

Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Nemec

Projektbearbeitung: Prof. Dr. Birgit Nemec, Kübra Göksel

Studentische Hilfskraft: Miriam Koppehl

Projektlaufzeit: 2019 – 2022

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Birgit Nemec

Professur für Geschichte der Medizin